Presse

Presse
20.12.2018, 13:33 Uhr
MdB Axel Knoerig: „Smarte Geschenke“ genauestens prüfen!
Sprachassistenten und Haushaltsroboter können Privatsphäre ausspioniere
Zu Weihnachten liegt immer mehr Technik unter dem Tannenbaum. Smarte Geschenke wie Sprachassistenten, Haushaltsroboter und intelligente Puppen sind gewünscht, doch diese können sich aufgrund ihrer Vernetzung auch als unerwünschte Spione im Privathaushalt erweisen. Hierzu teilt der CDU-Bundestagsabgeordnete Axel Knoerig, stellv. Mitglied im Beirat der Bundesnetzagentur, mit: „Verbraucher sollten bei intelligenten Spielzeugen und Alltagsgegenständen genau darauf achten, ob diese über eine Kamera oder ein Mikrofon mit Funkfähigkeit verfügen. Solche Geräte dürfen nicht unerlaubt über das Internet Daten an die Herstellerfirmen senden oder gar von außerhalb gesteuert werden.
Das würde die Privatsphäre der Verbraucher verletzen. Hinweise auf solche Funktionen können die Produktbeschreibungen und Datenschutzerklärungen der Geräte sowie der angeschlossenen Apps liefern. Grundsätzlich verboten sind getarnte Aufnahmefunktionen, über welche die Verbraucher keinerlei Kontrolle haben. Laut Bundesnetzagentur betrifft dies insbesondere smartes Spielzeug und Smartwatches für Kinder, vernetzte Lautsprecher und Staubsaugerroboter mit Kamera. Hier können heimliche Film- und Tonaufnahmen zum Risikofaktor werden. Die Bundesnetzagentur prüft deshalb regelmäßig Geräte auf ihre unerlaubte Sende- und Spionagefähigkeit. Im letzten Jahr wurde z.B. die Kinderpuppe „Cayla“ aus Datenschutz- und Sicherheitsbedenken vom Markt genommen. Bedenkenlos verschenken kann man hingegen intelligente Haushalts- und Spielgeräte, die auch ohne Internetverbindung vollständig funktionsfähig sind.“

Näheres steht auf www.bundesnetzagentur.de/verbotenesendeanlagen. Die Bundesnetzagentur hat auch eine E-Mail-Adresse für Unklarheiten beim Weihnachtskauf eingerichtet: spionagegeraete@bnetza.de.
aktualisiert von Ralf Eggers, 22.12.2018, 13:36 Uhr