CDU Kreisverband Diepholz

Scharrelmann: Landesregierung lässt Zukunft der Dümmer-Region offen

Der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Marcel Scharrelmann kritisiert die Antwort der Landesregierung auf seine Anfrage zur Zukunft der Dümmer-Region in der niedersächsischen Tourismusstrategie.

Foto: CDU Plus Christiane LangFoto: CDU Plus Christiane Lang

„Die Dümmer-Region entwickelt sich seit Jahren erfolgreich. Die Gästezahlen steigen, Unternehmen investieren und die touristische Bedeutung wächst weit über die Grenzen des Landkreises hinaus. Umso enttäuschender ist es, dass die Landesregierung keine konkrete Aussage dazu trifft, welche Rolle die Region künftig in ihrer Tourismusstrategie spielen soll“, erklärt Scharrelmann.

Hintergrund ist die derzeit laufende Fortschreibung der niedersächsischen Tourismusstrategie. Auf die Frage, ob die Dümmer-Region künftig als eigenständige oder klar abgegrenzte Tourismusdestination berücksichtigt werden soll, verweist die Landesregierung lediglich auf den noch laufenden Strategieprozess.

Für Scharrelmann wird damit eine Chance vertan: „Mit dem Marissa Resort, dem Europäischen Fachzentrum für Moor und Klima, dem Tierpark Ströhen und zahlreichen weiteren Angeboten hat sich die Region zu einem bedeutenden Tourismusstandort entwickelt. Wer über die Zukunft des Tourismus in Niedersachsen spricht, darf den Dümmer nicht übersehen.“

Zwar hat die Landesregierung jüngst mit der angekündigten Finanzierung des Großschilfpolders deutlich gemacht, dass sie sich zum Dümmer und zur Region bekennt. Für die ökologische Entwicklung des Dümmers sollen in den kommenden Jahren erhebliche Landesmittel bereitgestellt werden. „Umso mehr stellt sich die Frage, warum die Landesregierung gleichzeitig keine klare Aussage zur touristischen Zukunft der Region trifft“, so Scharrelmann.

Der CDU-Abgeordnete betont, dass Natur- und Tourismusentwicklung zusammen gedacht werden müssten. „Wer den Dümmer als Naturraum stärken will, darf die wirtschaftliche und touristische Entwicklung nicht aus dem Blick verlieren. Die Menschen vor Ort erwarten zu Recht eine Perspektive für beide Bereiche.“

Kritisch sieht Scharrelmann zudem, dass die Landesregierung zwar die Bedeutung von Natur-, Klima- und Nachhaltigkeitstourismus hervorhebt, daraus für die Dümmer-Region aber keine konkreten Perspektiven ableitet.

Auch bei möglichen zukünftigen Förderinstrumenten bleibt die Antwort aus Sicht Scharrelmanns vage. „Die Landesregierung hält sich alle Optionen offen. Dabei hätten die Kommunen und touristischen Akteure vor Ort ein klares Signal verdient, dass ihre erfolgreiche Arbeit auch künftig unterstützt wird“, so Scharrelmann.

Der Abgeordnete kündigt an, die weitere Entwicklung der Tourismusstrategie aufmerksam zu begleiten. Ziel müsse sein, dass die Dümmer-Region ihrer tatsächlichen Bedeutung entsprechend berücksichtigt werde.